SaCO-Jahreslehrgang 2014


Sollte jemand einmal in die unangenehme Situation kommen, sich selbst verteidigen zu müssen, dann heißt das aber nicht zwangsläufig, dass er dies mit leeren Händen tun muss. Deshalb stand am vergangenen Sonnabend, den 22. Februar, eine mögliche Waffe im Mittelpunkt des stiloffenen Selbstverteidigungslehrganges der SaCO beim Karate-Do-Kwai Nordhausen e.V.
30 Kampfkunstinteressierte aus 10 Vereinen Deutschlands, von Berlin bis Hirschberg, folgten der Einladung des Cheftrainers Frank Pelny, 5. DAN Karate, 4. MG SaCO, 4. DAN Ryûkyû Kobudô. Unterstützt wurde er diesmal wieder von Sebastian Edelmann, selbst Meister im Karate, Kobudô, SaCO und Vereinsvorsitzender des JITOKU-DO Halle e.V.
Nach einer obligatorischen Erwärmung zur allgemeinen Einstimmung, wurde zunächst mit dem TESSEN trainiert. Diese Waffe, ca. 30 cm lang und 1-2 cm im Durchmesser, steht nur zur Übung stellvertretend für alle Alltagsgegenstände ähnlicher Form. So kann alternativ eine Stabtaschenlampe, Besteck, Zollstock oder ein stabiles Lineal helfen, eventuelle Gefahren abzuwehren und körperlich überlegene Angreifer unschädlich zu machen.
Was die "Alten" bereits wussten und die neuen Kämpfer dabei am eigenen Leibe entdecken konnten, war der Umstand, dass es Stellen am menschlichen Körper gibt, die besonders empfindlich für Stimulationen sind. Diese wurde nach einer verdienten Mittagspause dann auch in einer eigenen Trainingseinheit thematisiert. Denn durch die Kenntnis von den sogenannten Vitalpunkten, können Gegner effektiv und relativ schonend abgewehrt oder außer Gefecht gesetzt werden. Schließlich muss auch im Ernstfall der Selbstverteidigung, der Verteidiger dem Angreifer gegenüber den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit beachten!
Im Anschluss an ein wenig Theorie zur Anatomie und zum Nervensystem, durften die Übenden mit Partnern zusammen vorsichtig die Wirkung der gezielt stimulierten Punkte beobachten und auch selbst erspüren.
Abgerundet wurde das Training noch durch eine weitere anspruchsvolle Trainingseinheit zum Thema Griffbefreiungen, wobei besonders die Befreiungen aus Greifen des Revers und der Haare geübt wurden.